Fahrrad

Macht dich Geld glücklich?

12 04 26 | — Journal — | 3 Kommentare

Neulich bei einer Tour mit den Mädels hörte ich zufällig ein Gespräch mit, da meinte der Eine zum Anderen: Geld ist mir nicht so wichtig. Das macht mich einfach nicht glücklich.

Gehört habe ich Ähnliches schon des öfteren: Geld macht nicht glücklich, Gesundheit ist viel wichtiger, Reiche sind geizig. Aber darüber nachgedacht hatte ich bisher nie darüber. Bis jetzt, als ich dieses Gespräch zufällig mit anhörte. Auf dem Rückweg nach Hause mit dem Fahrrad machte ich mir so meine Gedanken.

Macht mich Geld nun glücklich?

Nö, so mein erster Gedanke. Mein Glück läßt sich ja nicht pauschal am Kontostand ausmachen. Nur weil ich jetzt 3,50 Euro Dividenden bekommen habe, bin ich ja nicht glücklicher als vorher. Aber das Radfahren hat mich in dem Moment glücklich gemacht 🙂 Und das Fahrrad, auf dem ich in dem Moment saß auch, denn das hat mir ja das Glücksgefühl beschert. Das Rad hat 799 Euro gekostet. Hätte ich mir das ohne Geld kaufen können? Wohl nicht. Geld macht mich also nicht glücklich, aber die Dinge, die ich mir damit kaufen oder leisten kann schon. Wie zum Beispiel das Fahrrad – oder eben das Fahrradfahren. Oder der Urlaub, den ich mit meinem Geld bezahle. Oder das schicke Essen mit Freunden. Das macht mich glücklich. Für einige Dinge braucht man Geld, für andere nicht.

Ich denke, mit Geld wird einiges einfacher. Man ist doch sorgloser unterwegs, wenn man weiß, dass man einen Notgroschen auf dem Konto hat. Egal ob die Waschmaschine jetzt kaputt geht – man kann sich direkt eine Neue kaufen, ohne in Not zu geraten. Und dieses sorglos sein hat doch auch etwas mit Glück zu tun, oder? Sorglos in Rente gehen können? Oder vielleicht sogar eher aufhören zu Arbeiten und sich dem widmen, was einen voll erfüllt? (Radfahren zum Beispiel 😉 )

Geld ist halt eben immer wichtig. Das merkt man ja spätestens dann, wenn keines mehr da ist 😉
Oder wie seht ihr das Ganze?

Liebe Grüße
Sanne

3 Kommentare

  1. Helmuth

    Tja…Geld macht glücklich und erleichtert das Leben sehr.Man kann es wenden und drehen wie man es möchte, ohne Geld geht es nicht.
    Gesundheit,Glück,Zufriedenheit und mit sich selber im reinen zu sein wollte ich noch hinzufügen…

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    • bysanne

      Mit sich selber im Reinen sein – das ist man doch hoffentlich, wenn man ein gutes Herz hat 🙂 Und das kann man sich tatsächlich nicht kaufen 🙂

      Danke für deine wertvollen Beiträge. Sie regen mich zum Nachdenken an und das mag ich 🙂

      Reply
  2. Kevin

    Spät über diesen Beitrag gestolpert, aber immer wieder schön, sich darüber Gedanken zu machen.

    Ich finde, dass man unterscheiden muss, bzw. sollte. Ich hatte schon Jobs, bei denen ich mit 35 Stunden pro Woche entspannter Arbeit sehr gut leben konnte – so blieb auch viel Freizeit, um das Leben zu genießen. In meiner Branche weht leider mittlerweile ein anderer Wind. Mein Gehalt konnte ich inflationsbereingt gerade eben so halten. Allerdings habe ich jetzt eine 40-Stunden-Woche und dazu viele Überstunden. Die größere Arbeitserfahrung noch gar nicht berücksichtigt…

    Auf jeden Fall spüre ich jetzt, dass ich durch den anstrengenden Job oft keine Energie mehr für meine Freizeit habe, bzw. deutlich weniger. Das Wochenende wird hauptsächlich zur Entspannung genutzt, damit ich für den Montag wieder fit bin.

    Ich habe eine Kollegin, die aktuell „nur“ 30 Stunden pro Woche arbeitet, weil sie zwei kleine Kinder hat. Einen Tag hat sie frei, dafür sind die anderen 4 Tage der Woche massiv vollgestopft, weil im Endeffekt der Workload der selbe ist wie vorher bei 40 Stunden. Vor ein paar Jahren hat die Stelle noch jemand besetzt, der einen außertariflichen Vertrag hatte und eher 45h+ benötigt hat.

    Ich selbst habe (noch?) keinen Nachwuchs – aber ich wüsste, dass ich mir nicht allzu viel rausnehmen könnte, ohne meinen Job zu gefährden. Und wenn man berücksichtigt, dass „meine Branche“ sehr schlecht dasteht aktuell, ist die Alternative hauptsächlich ein Quereinstieg verbunden mit wahrscheinlich 30-40% weniger (Brutto-)Gehalt.

    Aus diesen Gründen bin ich sparsam. Ich möchte mich bestmöglich absichern und finanziell nicht auf das Einkommen aus Erwerbsarbeit angewiesen sein. Wenn alles gut läuft, bin ich in etwa 5-6 Jahren soweit. Und dann hoffe ich auch, dass ich mich wieder vermehrt den Freizeitaktivitäten (ich liebe Radfahren ebenfalls!) zuwenden kann.

    Geld macht mich kaum glücklich – selbst auf die meisten Konsumgegenstände kann ich verzichten. Aber die dauerhafte Unsicherheit, im Fall des Jobverlusts deutlich weniger zu verdienen, macht mich eher unglücklich. Meine Partnerin ist dauerhaft befristet angestellt (ÖD). Sollte es dann noch mit einem Kind klappen, wird es zeitlich nicht gerade einfacher.

    Mit ausreichend Geld in der Hinterhand würde ich mir einen deutlich entspannteren Job suchen. Bzw. im Endeffekt ist es sogar ein ähnlicher Job, aber in einer anderen – schlechter zahlenden – Branche, bei der der Druck aber weniger hoch ist.

    Ich schätze mich als sehr privilegiert ein. Ich mag meine Aufgaben im Job, habe ein gutes Gehalt und werde in meinen 40ern die Fixkosten aus Kapitalerträgen zahlen können. Die Vereinbarkeit von Freizeit / Familie und Beruf, also der Work-Life-Balance ist nicht nur für mich, sondern für viele Menschen nicht wirklich gegeben, denke ich. Ich würde meinen Job wohl noch sehr lange ausüben wollen, wenn ich wüsste, dass ich nicht an 2-3 Tagen pro Woche aufgrund kurzfristig aufgetretener Probleme jeweils 1-2 Stunden hintendranhängen muss und erst gegen 18:30 Uhr zu Hause bin.

    Da sehe ich auch den größten Hebel für Arbeitgeber, attraktive Jobs zu schaffen!

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Sanne Urlaub

Bonjour, ich bin Sanne

Kaffeeverrückt, Montalivet-Liebhaberin und seit 2018 an der Börse. Wer ich bin und warum ich an der Börse mein Geld investiere, erfährst du auf der Über mich Seite.